Franz und Margarete Eder

"Wir wünschen uns, dass Bio-Produkte weiterhin geschätzt werden, denn biologische Bewirtschaftung ist langfristig gesehen das Beste für Mensch, Tier und Umwelt."

Seit wann Bio?
1989

Anbau von:
Kümmel, Pfefferminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Gesunde Produkte, die eine Bereicherung für unseren Speiseplan sind, sind uns wichtig. Der Kräuteranbau ist spannender und erlebnisreicher, als die herkömmliche Bewirtschaftung (wie z.B. Feldfutter) und stellt für uns ein Zusatzeinkommen dar.

Hof/Familie
Wir, Franz und Margarete, bewirtschaften gemeinsam unseren Bio-Betrieb. Flächenausmaß: 21 ha Landwirtschaft, davon ca. die Hälfte Ackerland.
Unser Hof befindet sich am höchsten Punkt in der Gemeinde (Hörbich, Ortschaft Streinesberg). Wir haben vier Töchter.

Wünsche
Wir wünschen uns, dass Bio-Produkte weiterhin geschätzt werden, denn biologische Bewirtschaftung ist langfristig gesehen das Beste für Mensch, Tier und Umwelt.

Lang Markus

"Wir wünschen uns, dass die Anzahl jener Menschen, die gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu schätzen wissen, in Zukunft noch mehr wird. Damit auch unsere nächsten Generationen noch Freude an der Natur und an der Landwirtschaft haben können."

Seit wann Bio?
2007. Die Umstellungszeit wurde auf ein Jahr verkürzt, da wir nachweisen konnten, dass der Vorbesitzer seit mindestens 15 Jahren die Felder nicht mehr bewirtschaftet hat, und somit auch keine Pestizide und chemisch-synthetische Dünger eingesetzt wurden.

Anbau von:
Hauptkultur ist Estragon, wir hatten aber auch schon Ringelblume. Die Kräuteranbaufläche steigt von Jahr zu Jahr.

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Bei unserer Betriebsgröße gibt es mit den traditionellen Betriebszweigen in der Landwirtschaft fast keine Chance, diese im Vollerwerb zu führen. Uns war von Anfang an klar, dass man sich eine arbeitsintensive Nische suchen muss, um vom Ertrag leben zu können. Durch die Nähe und die gute Zusammenarbeit mit Alois Resch fiel unsere Entscheidung zu Gunsten des Kräuteranbaus aus. Des Weiteren ist es uns wichtig, auf unseren Flächen hochwertige und gesunde Lebensmittel herzustellen, die unsere Biokräuter für die Bergkräuter Genossenschaft zweifelsohne darstellen.

Hof/Familie
Gemeinsam mit meiner Frau Christiane bewirtschaften wir 10 ha Grünland, 6 ha Acker und 16 ha Wald. In arbeitsreichen Zeiten helfen natürlich auch meine und Christianes Eltern fleißig mit. Wir legen großen Wert auf Vielfalt. Das spiegelt sich in der Anzahl der verschiedenen Tierarten wider: Neben Mutterkühen werden auch Schafe, Schweine, Pferde, Fische und Bienen gehalten. Jede Tierart besitzt ihre eigene Stärke und darf diese bei uns auch ausleben. So werden die Schafe hauptsächlich zur Pflege der Böschungen und Teichkronen eingesetzt und die Kühe dürfen, sobald es die Vegetation erlaubt, vom Offenstall auf die saftigen Weiden, das mir viel Erntearbeit erspart. Schweine sind Meister im Graben und können so als wertvolle Helfer bei der Bodenbearbeitung eingesetzt werden. Manchmal entpuppt sich ein ausgebüxtes Schwein auch als Engerlingsvernichter.

Wünsche
Wir wünschen uns, dass die Anzahl jener Menschen, die gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu schätzen wissen, in Zukunft noch mehr wird. Damit auch unsere nächsten Generationen noch Freude an der Natur und an der Landwirtschaft haben können.

Robert Flögel

"Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich immer wieder junge Bauern für diese interessante Aufgabe begeistern."

Seit wann Bio?
1991

Anbau von:
Zitronenmelisse, Krauseminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Der Kräuteranbau wurde bereits 1987 von den Eltern begonnen um ein Zusatzeinkommen zur Milchwirtschaft zu erzielen. Ich bin somit mit dem Kräuteranbau aufgewachsen und sehe es als eine sehr interessante Aufgabe.

Hof/Familie
Wir bewirtschaften einen Milchviehbetrieb mit ca. 18 ha. Ich habe bis 2011 die Tischlereiarbeit ausgeübt und bin jetzt als Vollerwerbslandwirt und Kräuterbauer tätig.

Wünsche
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich immer wieder junge Bauern für diese interessante Aufgabe begeistern.

Alois Resch

"Ich wünsche mir auch in Zukunft im Kreislauf der Natur erfolgreich Kräuter zu produzieren."

Seit wann Bio?
1987

Anbau von:
u. a. Frauenmantel, Liebstöckel, Krauseminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Um auch als kleinerer Betrieb mit interessanten Alternativen und biologischen Grundsätzen im Vollerwerb leben zu können.

Hof/Familie
Bewirtschaftet wird der Hof mit Gattin Frieda und den vier Kindern. 26 ha Gesamtfläche, Kräuteranbau 2,5 ha, biologische Mutterkuhhaltung (Biojungrindfleisch), Waldbewirtschaftung, Grünland, Getreide, Kartoffeln.

Wünsche
Auch in Zukunft erfolgreich im Kreislauf der Natur Kräuter zu produzieren.

Familie Leitner

"Der Kräuteranbau ist für unseren Reithof mit Pensionspferdehaltung die perfekte Ergänzung."

Seit wann Bio?
1997

Anbau von:
Pfefferminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Bei einer Infoveranstaltung in Freistadt ist man auf die Genossenschaft aufmerksam geworden. Durch die Nähe zur Österreichischen Bergkräutergenossenschaft und die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Johannes Bergsmann entschloss man sich für den Kräuteranbau.

Hof/Familie
Der Reithof mit Pensionspferdehaltung der Familie Leitner kann auch als „kleines Gut Aiderbichl“ bezeichnet werden.

Familie Jahn

"Zu sehen wie die Kulturen wachsen und gedeihen sowie mit der Natur zu leben, erfüllt uns mit Freude."

Seit wann Bio?
1995

Anbau von:
u. a. Oregano, Erdbeerblätter

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Als wir den Hof 1996 übernahmen, führten wir die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Der Gedanke, auch von kleineren Flächen das Auskommen zu finden und den Nebenerwerb aufzugeben, beschäftigte uns schon einige Zeit. Durch einen Artikel in der Zeitung - Kräuteranbau für die Bergkräuter - fiel die Entscheidung, den Nebenerwerb aufzugeben. Bereits 1998 hatten wir einen Versuchsanbau von Pfefferminze. Bis heute haben wir es nicht bereut, diesen Schritt gewagt zu haben. Zu sehen, wie die Kulturen wachsen und gedeihen, sowie mit der Natur zu leben, erfüllt uns mit Freude.

Hof/Familie
Unsere Familie besteht aus meinen Eltern: Leopold und Hilda, Josef und Christa, Kinder: Gerald und Lukas

Familie Peer

"Wir wünschen, dass unser Tun und Werken nachhaltig ist, und ein gutes Miteinander in der Familie, im Dorf und in der Welt gelingen möge."

Seit wann Bio?
1988

Anbau von:
u. a. Brennnessel, Zitronenmelisse

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Angefangen hat es 1987 mit dem Mohnanbau. Wir lieferten Mohnkapseln für Gärtnereien und Blumenbinder. Es war ein gutes Geschäft, nur die Arbeit war viel, weil es für Mohn zu dieser Zeit keine zugelassenen Unkrautbekämpfungsmittel gab. So lernten wir aber die mechanische Beikrautregulierung kennen. Die Brennnessel, unsere Einstiegsdroge in den Kräuteranbau, brachte uns dann 1988 dazu, den Betrieb auf Biolandbau umzustellen. Nach und nach entwickelte sich der Kräuteranbau zu einem wichtigen und schönen Standbein in unserem Vollerwerbsbetrieb. Zur Zeit sind Zitronenmelisse, Brennnessel, Drachenkopfmelisse, Aniskerbel und Ringelblumen auf unseren Feldern zu finden, insgesamt 2,75 ha.

Hof/Familie
Weil Handarbeit zum Kräuteranbau gehört sind viele fleißige Hände gefragt. Es hilft die ganze Familie zusammen (vier Kinder). Damit die Verarbeitung und Lagerung unter bestmöglichen Bedingungen erfolgen kann, bauten wir 2008 den kräuterpunkt Neundling. Getrocknet wird mit Hackschnitzel und mit Luftentfeuchter. Damit wir viel Strom vor Ort produzieren sind in Neundling insgesamt 30 Photovoltaikanlagen in Betrieb. Weil die Finanzierung zu dritt leichter ist haben wir alle Spezialmaschinen und speziell auch den kräuterpunkt gemeinsam mit unseren beiden Dorfnachbarn errichtet und angeschafft. Weil wir uns Landwirtschaft ohne Tiere nicht vorstellen können, gibt es am Hof 25 Milchkühe, Kälber und Kalbinnen, Legehennen, Katzen und Riesenhasen.

Wünsche
Wir wünschen, dass unser Tun und Werken nachhaltig ist, und ein gutes Miteinander in der Familie, im Dorf und in der Welt gelingen möge. Gutes Tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen. (Don Bosco)

Johannes Bergsmann

"Ich wünsche mir, mit dem Biolandbau die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und den späteren Generationen gesunden Boden und eine gesunde Umwelt zu hinterlassen."

Seit wann Bio?
1986

Anbau von:
u. a. Apfelminze, Pfefferminze, Krauseminze, Grünhafer, Brennnessel, Himbeerblätter

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Pfefferminze und Zitronenmelisse waren die ersten Kulturen, die man, um ein Zusatzeinkommen zur Milchwirtschaft zu erzielen, anbaute. Heute sind es bereits ca. 13 ha, auf denen Apfelminze, Krauseminze und weitere Kräuter wachsen und gedeihen. Der Kräuteranbau stellt sich rentabler dar als der von traditionellen Kulturen und ist auch spannender und durchaus mit mehr Herausforderungen verbunden: So müssen z.B. vorhandene Maschinen umgebaut und viele neue entwickelt werden. Das Arbeiten mit der Natur und nicht gegen die Natur steht im Mittelpunkt: So werden Grünflächen und Kräuterabfälle kompostiert und sind der einzige Dünger, der verwendet wird.

Hof/Familie
Vater Johann ist Gründungsmitglied der Genossenschaft und zählt zu den ersten mutigen Bauern, die sich am Kräuteranbau versuchten. Seit 2010 führt Johannes Bergsmann den Betrieb. Mit der Betriebsübernahme wurde das Betriebsgebäude neu und schlagkräftiger aufgebaut (Trocknungs- und Verarbeitungsanlage). Die Felder liegen in der Nähe der Genossenschaft und können bei Feldführungen besichtig werden.

Wünsche
Mit dem Biolandbau die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und den späteren Generationen gesunden Boden und eine gesunde Umwelt zu hinterlassen.

Familie Falkinger

"Wichtig ist die Wertschätzung für die Produzenten und dass diese faire Preise erhalten, damit sich auch die nächste, jüngere Generation für die Fortführung des Betriebes und den Anbau entscheidet."

Seit wann Bio?
1977

Anbau von:
u. a. Krauseminze, Pfefferminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
Die Mitgliedschaft zur Genossenschaft besteht seit 1988. Da die Nachbarn Peer und Kehrer im Kräuteranbau aktiv waren, fiel 1997 der Entschluss, in Kooperation mit ihnen ebenfalls spezielle Kulturen anzubauen. Wichtig war und ist es etwas zu produzieren, das nicht nur einen wirtschaftlichen Wert darstellt, sondern auch für den Menschen einen gesundheitlichen Nutzen mit sich bringt. Der Kräuteranbau stellt als zusätzliches Standbein die optimale Ergänzung zur Viehwirtschaft dar.

Hof/Familie
Hauptbetriebszweig ist die Milchwirtschaft, Kräuter werden auf ca. 3 ha kultiviert. Der Hofnachfolger, Sohn Michael, arbeitet bereits aktiv im Betrieb mit.

Wünsche
Wichtig ist die Wertschätzung der Produzenten und der Erhalt der fairen Preise, damit sich auch die nächste Generation für die Fortführung des Betriebes und den Anbau entscheidet.

Familie Kehrer

"Etwas Besonderes ist die gute Zusammenarbeit in unserem Dorf. Der Zusammenschluss und das Betreiben des "Kräuterpunkt Neundling" ist eine wirtschaftlich interessante und einmalige Chance günstig und profitabel Tee für die Bergkräutergenossenschaft zu erzeugen."

Seit wann Bio?
1990

Anbau von:
u. a. Zitronenmelisse, Pfefferminze

Beweggründe für den Kräuteranbau – Warum?
• Beim Umstellerkurs 1990 formulierte ich den Satz: Ich will den Betrieb interessant gestalten.
• Intensive Nutzung der vorhandenen Fläche, da Flächenzupachtungen kostenintensiv sind.
• Den Vollerwerb des Betriebes absichern.
• Bei der Arbeit mit Kräutern „schmeckt und riecht“ es gut.
• Die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft und die gesicherte Abnahme der Ernte zu einem vereinbarten Preis.

Hof/Familie
Der Hof ist ein Erbhof und wird seit über 200 Jahren im Familienbesitz geführt. Seit unserer Hochzeit 1990 bewirtschaften wir – Hildegard und Hermann Kehrer – den Betrieb in Neundling in biologischer Wirtschaftsweise und begannen den Anbau von Zitronenmelisse. Seit dieser Zeit hat uns der Kräuteranbau immer mehr fasziniert und so wurden die Anbauflächen immer mehr ausgeweitet, heute sind es 3,25 ha. Auf dem Betrieb leben derzeit noch unsere vier Töchter – Stefanie, Daniela, Simone und Franziska – sowie die Eltern Maria und Hermann Kehrer.

Besonderes
Etwas Besonderes ist die gute Zusammenarbeit in unserem Dorf. Der Zusammenschluss und das Betreiben des „Kräuterpunkt Neundling“ ist eine wirtschaftlich interessante und einmalige Chance, günstig und profitabel Tee für die Bergkräutergenossenschaft zu erzeugen.